Tipps für unterwegs

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Je nach Reiseart und –dauer sollten Sie verschiedene Vorkehrungen treffen, um die Anstrengungen zu minimieren. Menschen in medizinischer Behandlung, Frauen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können besonders anfällig sein. Bei Fernreisen und Reisen in andere Zeitzonen können auch Probleme mit der Verfügbarkeit von Medikamenten und ihrer regelmässigen Einnahme auftreten; vorherige Abklärung mit dem jeweiligen Hausarzt ist zu empfehlen.
Diese Liste soll Ihnen dabei helfen, die meisten Eventualitäten einzuplanen
Reisekleidung:

  • Tragen Sie während der Transfers Kleidung, die den zu erwartenden Temperaturschwankungen angemessen ist (z.B. Temperaturen im Abflugland, Abkühlung durch Klimaanlage im Flugzeug oder Zug, Temperatur im Ankunftsland), vorzugsweise in Schichten (Zwiebelprinzip!). 
  • Achten Sie vor allem auf Ihre Kopf- und Halsregion, hier strahlt der Körper sehr viel Wärme ab. 
  • Bedenken Sie, dass Sie während der Transfers auf Ihr Reisegepäck nicht jederzeit Zugriff haben. Packen Sie dementsprechend Ihr Handgepäck.

Während der Transfers:

  • Flugzeuge und Züge sind in der Regel klimatisiert. In der dadurch trockenen Luft sollten Sie regelmässig Flüssigkeit zu sich nehmen, Haut und Lippen mit Feuchtigkeitscremes schützen und Augentropfen mitführen.
  • Den Druckausgleich bei Flügen können Sie einfach durch Kaugummikauen herbeiführen (für Kleinkinder eignen sich Schnuller).
  • Bei Langstreckenflügen von über 6 Stunden Dauer erhöht sich das Thromboserisiko. Zur Vorsorge sollten Sie regelmässig trinken und sich bewegen. Wenn Sie einer Risikogruppe angehören (genetische Disposition, Schwangerschaft, Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln, Übergewicht, Raucher, Krampfadern etc.), sind eventuell auch Stützstrümpfe oder Anti-Thrombose-Medikamente nötig. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Hausarzt.
  • Bei Einsetzen der Reisekrankheit empfiehlt sich als wirksames Hausmittel gegen Übelkeit die Einnahme von Ingwer, es gibt auch diverse Mittel in Form von Kaugummis, Tabletten, Dragees und Pflastern am Markt. Fixieren Sie sich auf einen festen Punkt in der Umgebung, etwa den Horizont, und nehmen Sie eine stabile Position ein. Bei Schiffreisen hilft es, sich mittschiffs hinzulegen; die Bewegungen sind dort am geringsten spürbar. 
  • In vielen Ländern ist vom Trinken von Leitungswasser abzuraten. Das gilt auch für Eiswürfel. Falls keine sauberen Getränke verfügbar sind, können Sie spezielle Entkeimungsmittel verwenden. 
  • Unterwegs und je nach Reiseziel sollten Sie vielleicht aus Hygienegründen auf den Konsum von an Strassenständen oder in Billigrestaurants hergestellten Speisen verzichten. 
  • Bei Fernreisen sollten Sie Ihrem Körper bis zu 48 Stunden Zeit geben, um sich dem „Jetlag“ anzupassen. Stellen Sie Ihre körperliche und geistige Betätigung darauf ein. Bei niedrigem Blutdruck verschlimmern sich die Symptome während der Akklimatisationsphase; Bewegung kann hier helfen. 
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen oder hormonell verhüten: Berücksichtigen Sie die Zeitverschiebung und konsultieren Sie eventuell Ihren Hausarzt.

Reisen in tropische und subtropische Breiten:

  • Sonnenbrände können das Hautkrebsrisiko verstärken. Achten Sie immer auf ausreichenden Schutz, vor allem in tropischen Breiten, am Wasser und im Hochgebirge. 
  • In tropischen Ländern und im Hochgebirge sollte gegen die UV-Belastung auch bei Bewölkung Sonnenschutz verwendet werden. 
  • Meiden Sie Alkohol und nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Passen Sie sich dem Tagesrhythmus der Einheimischen an und legen Sie Ruhepausen ein.
  • Laufen Sie nicht barfuss, um Verletzungen und Parasitenbefall zu vermeiden! 
  • Tragen Sie abends festes Schuhwerk und meiden Sie hohes Gras und Wildtiere. Viele giftige Tiere bewegen sich im Dunkeln, vor allem Schlangen sind Nachttiere. 
  • In tropischen Ländern sollten Sie lieber nicht auf Bäume klettern, da Baumschlangen meist giftig sind. 
  • Falls Sie von einem giftigen Tier verletzt werden: Bleiben Sie ruhig und suchen Sie den nächstgelegenen Arzt auf.
  • Schlafen Sie nie auf der blossen Erde und fassen Sie keine toten Tiere an, um Infektionen und Verwundungen durch Insekten zu vermeiden. 
  • In vielen Ländern gibt es Tollwut. Seien Sie dementsprechend vorsichtig, wenn Sie auf wilde Tiere  treffen.
  • Mücken: Langärmlige, weite und dunkle Kleidung bietet guten Schutz, nachts können Sie Moskitonetze über Ihr Bett spannen. 
  • Freie Haustellen sollten Sie grundsätzlich mit Insektenabwehrmittel behandeln. Im Handel ist eine Vielzahl von Mitteln erhältlich. 

Strassenverkehr:

  • Informieren Sie sich im Vorfeld über Unterschiede in der Strassenverkehrsordnung und bleiben Sie wachsam: rund 40% aller Repatriierungsflüge gehen auf Unfälle im Strassenverkehr zurück.

Hygiene:

  • Meiden Sie ungeschützte Sexualkontakte und verzichten Sie auf Tätowierungen, Piercings oder ähnliches, um Infektionen mit ansteckenden Krankheiten zu vermeiden. 
  • In manchen Reisegebieten kann es auch Probleme bei der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln geben. 

Beim Verlust Ihrer Dokumente:

  • Suchen Sie Ihre Botschaftsvertretung bzw. das Konsulat im Reiseland auf und melden Sie Ihre Papiere als vermisst. Falls Sie Kopien Ihrer Dokumente mitführen, können Sie diese als Notbehelf verwenden. 
  • Es empfiehlt sich, alle wichtigen Ausweis- und Reisedokumente vor Reiseantritt zu fotografieren oder zu scannen und in Ihrem E-Maileingang zu speichern, damit Sie von jedem Internetzugang aus darauf zugreifen können.
  • Beim Verlust von Kreditkarten sollten Sie sofort die Firma anrufen und die Karte sperren lassen. In der Regel erhalten Sie innerhalb kurzer Zeit Ersatzkarten.

 

 

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